Ein Magnet seit 80 Jahren
Dortmunder 6-Tage Rennen: Spitzensport und Oktoberfest auf Westfälisch
Wenn
die Blätter fallen, steigt das 6-Tage-Fieber. Mitte Oktober startet in
Amsterdam die Winterbahnsaison. Dann folgt Dortmund vom 01. November bis 6. November mit seiner 66. Auflage. In keiner anderen deutschen Arena
haben so viele 6-Tage-Rennen stattgefunden wie in der Westfalenhalle.
Hier, wo zu Beginn der siebziger Jahre auch die moderne Form der Six
Days entwickelt worden ist. Mit Spitzensport vom Feinsten, aber auch
mit Konzerten, Unterhaltungsshows und gastronomischen Genüssen. Es ist
die einzige Veranstaltung dieser Art in Nordrhein-Westfalen.
Dortmunder
6-Tage-Rennen – ein „Dauerbrenner“ mit nach wie vor hohen
Betriebstemperaturen, weil die Veranstalter immer wieder neue Ideen
einbringen. Seit 1926 steht es auf dem Programm. Ungebrochen seine
Anziehungskraft auch in einer Zeit mit überbordenden Freizeitangeboten.
Es muss schon etwas dran sein an dieser speziellen Mischung aus Sport, Entertainment und Spannung.
Eine neue Rennbahn aus sibirischer
Fichte ist seit 2003 die neue „Bühne“ für den Spitzensport
mit Olympiasiegern, Welt- und Europameistern, mit den Stars und
Spezialisten des Bahnsports. Für Organisator Ernst Claußmeyer ist
die Zusammenstellung des Fahrerfeldes eine Tüftelei von Monaten. Und
sie endet meist erst eine Woche vor dem Startschuss. Denn der ehemalige
Weltmeister aus dem deutschen Bahn-Vierer muss viele Wünsche unter
einen Hut bringen. Populäre und aktuelle Namen verlangt das Publikum,
will seine Lieblinge sehen allen voran Dortmund-Sieger Erik Zabel, den in der letzten Saison so erfolgreichen Andreas Beikirch oder
den weltbesten 6-Tage-Fahrer Bruno Risi aus der Schweiz. Und auch die
Abteilung „Jugend forsch“ ist gefragt: Die jungen Wilden mit
Erfolgshunger, die den schon etablierten Assen in den langen Nächten
das Leben schwer machen wollen.
In der Westfalenhalle
erleben die Besucher alle Höhepunkte des Bahnradsports. Neben dem
eigentlichen 6-Tage-Rennen mit seinen verschiedenen Wettbewerben und
Sonderwertungen stehen vor allem der traditionsreiche Derny-Weltpokal
und – zum 27. Mal – das Internationale Steher-Championat im Blickpunkt.
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